Dystopie & Utopie – Gesellschaftliche Zukunftsbilder in meinen Geschichten

Ich schreibe über Zukunft, weil sie ein Spiegel der Gegenwart ist.
Jede Dystopie beginnt in einem kleinen Riss der heutigen Welt. Jede Utopie in einem Traum, den wir noch nicht zu denken wagen.

Warum Zukunftsbilder wichtig sind

Zukunftsgeschichten sind nie reine Fantasie. Sie sind politische, soziale, emotionale Experimente.
Was passiert, wenn Technologie empathischer wird als Menschen?
Oder wenn Städte perfekt funktionieren, aber niemand mehr lacht?
Diese Fragen sind keine Science-Fiction – sie sind Gegenwartsdiagnosen in Tarnung.

Zwischen Hoffnung und Warnung

Ich mag das Spannungsfeld zwischen Utopie und Dystopie, weil beides denselben Kern hat: den Wunsch nach Veränderung.
Dystopien schreien: So darf es nicht werden.
Utopien flüstern: So könnte es sein.
Beide sind nützlich – sie zeigen uns, wo wir stehen.

Technik als moralische Bühne

In meinen Geschichten tauchen oft Maschinen, KI-Systeme, Netzwerke oder Raumstationen auf – nicht, weil ich Technik romantisiere, sondern weil sie uns zwingt, ethisch zu denken.
Eine Maschine hat keine Werte. Wir schon.
Wenn ich über KI schreibe, schreibe ich in Wahrheit über Menschen – über Verantwortung, Macht, Grenzen. Technik ist nur die Bühne, auf der wir uns selbst begegnen.

Gesellschaft im Experiment

Eine gute Zukunftserzählung ist kein Vortrag. Sie ist ein Labor.
Ich stelle Charaktere in neue Systeme und schaue, was passiert:
– Was bleibt menschlich, wenn alles optimiert ist?
– Wie reagiert Liebe auf Überwachung?
– Welche Freiheit hat jemand, der nie allein ist?
Manchmal entstehen daraus Dystopien, manchmal Hoffnungen. Oft beides zugleich.

Warum wir Zukunft erfinden müssen

Zukunftsdenken ist kein Luxus. Es ist Selbstschutz.
Wer keine Zukunft erzählt, überlässt sie anderen – den Algorithmen, den Konzernen, den Maschinen.
Deshalb schreibe ich weiter über das, was kommt. Nicht, um es vorherzusagen, sondern um es fühlbar zu machen.

Denn jede gute Geschichte über Morgen
erzählt eigentlich davon, was wir heute noch verändern können.